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jedenfalls bis zum 15. März *g*

Dienstag, 22. Januar 2008

Unser Wochenende in Toronto und bei den Niagara Fällen

Die Planung stand fest: Freitags frei nehmen, Montags Feiertag in den USA ---> also ab nach Kanada. Am Ende fanden sich Charlotte, Steffi und ich im Auto wieder. Mehr oder weniger gut gelaunt ging es Freitags Morgens los ---> Ziel Toronto!

Der Hell-Driver des Trips war mal wieder ich, da die Mädels ihr Auto freundlicherweise Svenja überlassen haben, damit die zur Arbeit kommen kann. Das fahren in den USA ist ja recht einfach: große, breite Straßen und meist auf den Freeways, Highways oder Interstates (oder was es noch so alles gibt) nur 70 Miles Per Hour (ca. 112 km/h) erlaubt. Also alles sehr entspannend. Als wir die Grenze nach Kanada über die Brücke von Detroit nach Windsor, Ontario passiert haben, sind wir erstmal nicht über den Highway gefahren sondern über eine Landstraße, die an dem Lake Erie entlang führt. Auf den Bildern könnt ihr sehen, wie die beiden Mädels vor dem See rumposen *grins* oder wie ich mir nach einer kleinen Kletterpartie einen schönen Ausblick auf dem See verschafft habe (leider etwas schlecht geworden, da man gegen die Sonne knipsen mußte).



Als wir dann Richtung Highway abgebogen sind war ich erstmal negativ überrascht. In Kanada ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit ja noch geringer als in den USA. Gerade mal 100 km/h sind dort erlaubt und das obwohl die Straßen meiner Meinung einen besseren Zustand haben. Wenigstens haben die Kanadier das gewohnte System mit Metern statt Feet, °C statt °F oder km/h statt mph. Nachdem wir fast eine Stunde auf einem Rasthof verbracht haben, Nahrungsaufnahme, Toilette, Sonnenbrillenkauf der Girls und längere Umtauschaktion einer Brille, ging es insgesamt recht schnell bis nach Toronto (440 km). Das Hotel hatten wir am Morgen noch schnell per Internet gebucht und dank zweier Karten auch schnell gefunden. Mitten in Downtown, 3.5 Sterne und sehr nah an der Yonge Street, an der sehr großen Straße auf der sich viele Geschäfte und Cafés tummeln und das Leben dort pulsiert. :-)

Das war die Aussicht von unserem Zimmer im 12. Stock


Den Freitag Nachmittag und Abend haben wir dann erstmal genutzt um ein wenig shoppen zu gehen. Am besten hat sich dabei Schlotti geschlagen, die Steffi und mich an Lust auf shoppen einfach übertroffen hat. *grins*


Die Zwillinge im Foot Locker


Am Samstag stand dann Seight Seeing an. Zunächst feines Frühstück im "Eggspectation" auf der Yonge Street (nur zu empfehlen) und dann als erstes "Pflichtprogramm" stand die Hockey Hall Of Fame an. Dort sind viele Sachen zur NHL und internationalen Eishockey ausgestellt. Naja machen wir es kurz: für Steffi und Schlotte war es wohl ganz okay, aber für mich als Eishockeyfreak war es schon toll die ganzen Sachen zu sehen. Absolutes Highlight für mich war das Foto mit dem Lord Stanley's Cup (der wohl wichtigste Pokal im Welteishockey!!)


Wayne Gretzky, der beste Spieler aller Zeiten (zumindest hält er die meisten Rekorde in der NHL






Anfassen bringt Unglück!!! [Ach ja: Bilder anklicken um sie etwas zu vergrößern ;-) Nur so als Tipp zwischendurch]



Da ich zwar länger hätte bleiben können, ich aber auch noch was vom Rest Toronto's sehen wollte ging es nach der Hockey Hall Of Fame an der Hafen. Doch schon nach ein paar schönen Ausblicken und Schnappschüssen suchten wir schnell die Wärme in einem kleinen Zentrum für Kunst & Handwerk (oder sowas ähnliches). Es war einfach viel zu kalt bei -10°C und starken Wind, der die gefühlte Temperatur laut Radio nochmal auf -24°C runter schraubte. Als wir uns wieder raus getraut haben führte uns der Weg zum CN Tower auf den wir leider nicht raufgefahren sind. Einmal aus leichter Höhenangst einer Person und anderseits war es schon recht teuer.


Der CN Tower ist mit 553,34 Metern das zweithöchste freistehende Bauwerk der Welt



25 $ für nur einmal Aufzug fahren und durch einen Glasboden schauen, da wird der gemeine Tourist eben mal wieder abgezockt. Da ich nicht alleine rauf wollte und die Sicht durch einen Glasboden erst vor kurzem im Grand Canyon auf dem Skywalk hatte, sind wir weiter nach Chinatown gewandert.
Dort war ich erstmal für 7 $ beim Friseur. Wohl das erste Mal wieder seit Jahren, aber es war dann doch nötig *grins* Weiter durch Chinatown: Geschäfte anschauen und Essen gehen. Nach dem Kauf von Postkarten und T-Shirts ging es dann zum Air Canda Center. Dort sah ich das 2. NHL Spiel in meinem Leben. Schon beim shoppen am Vortag hatte ich mehrere Leute gefragt, wie man denn am besten Karten für das Spiel morgen bekommt. Alle Antworten gingen in die gleiche Richtung: schwer bis unmöglich oder sehr teuer. Ich bekam den Tipp schon ganz früh morgens am Ticketschalter zu sein und zu hoffen, dass die dort noch irgendwelche Karten aus Reservierungen zurück bekommen. So stand ich um kurz nach 9 Uhr am Ticketschalter, der um halb zehn aufmacht, und die Mädels telefonierten im Hotel via Internet nach Deutschland. Am Ende konnte ich noch eine Karte für mich selbst kaufen, da Steffi und Charlotte nicht unbedingt zum Spiel mußten. Aber ich wollte sie mitnehmen, also ging ich nach dem Kartenkauf zum zweiten Tipp ---> dem Schwarzmarkt. Nach langer und zäher Verhandlung konnte ich noch zwei weitere Karten "besorgen". Originalpreis lag bei 45 $ und am Ende habe ich 60 $ dafür bezahlt. Das war dann echt okay, denn normalerweise verkauft der Typ diese Karten für über 100 Öcken! Naja ich habe eben "rumgeweint", dass die Mädels ihr erstes NHL Spiel sehen wollen, aber als arme Studenten aus Germany man eben auch keine Reichtümer dafür ausgeben kann. Am Ende bekam ich dann als "his first seller of the day" den Nachlass. *freu*

Das Spiel zwischen den Toronto Maple Leafs und den Buffalo Sabers war dann ganz ordentlich. Nicht überragend aber auch nie besonders schlecht. Während dem Spiel konnte ich mich auch immer wieder mal mit einem sehr netten Kanadier, der vor über 40 Jahren aus Schottland eingewandert war, unterhalten. Der Endstand war übrigens 4:2 für Toronto. Einziges Manko: das "Programm" neben dem Spiel fand ich in Los Angeles wesentlich besser, da dort einfach mehr geboten wurde (dazu dann mal mehr bei meinem California-Bericht).



Nach dem Spiel haben wir den Abend gemütlich bei Smoothie, Bier und Cocktail im Hard Rock Cafe Toronto ausklingen lassen.

Inzwischen war Sonntag morgen und nach dem Auschecken aus dem Hotel ging es, mit einem Miniabstecher nach Chinatown, direkt zu den Niagara Fällen. Eine gute Stunde für die 130 km haben wir gebraucht. Morgens haben wir uns extra warm angezogen, wobei Schlotte mit x-Lagen sich als "menschliche Zwiebel" verpackte (wenn ich mich richtig erinnere waren es 2 bis 3 kurze Shirts, 2 Longsleves, 2 Pullis, 1 Jacke und dazu noch Handschuhe, Schal und Mütze --> diese Angaben sind aber ohne Pistole *grins* Wenn es falsch ist, dann ist es zumindest nicht weit von der Wahrheit entfernt). Dort angekommen, waren wir aber sehr froh über unsere "warme" Verpackung. Der heftige kalte Wind und -12°C haben uns dann doch ganz schön frieren lassen. Ging der Wind mal nicht war alles in bester Ordnung, aber wehe es kam auch nur ein laues Lüftchen *g* Naja, wir haben es überlebt und wurden wirklich mit einem sensationellen Blick verwöhnt. Leider kommt das ganze auf den Bildern nicht so ganz raus, denn sowas muss man einfach mit den eigenen Augen sehen --> also ich kann es nur empfehlen.



Beeindruckend fand ich auch, dass wenn der Wind die Gischt zu uns rüber geweht hat, es mehr oder weniger kleine Eisstückchen auf uns runter geregnet hat. Also es war schon verdammt kalt dort! Aber ich habe mir auch vorgenommen in meinem Leben dort nochmal im Sommer hinzufahren, auch damit ich mal mit dem berühmten Boot "Maid of the Mist" an die Fälle heranfahren kann (im Winter macht das logischerweise kein vernünftiger Mensch und somit gab es die Chance dazu gar nicht erst).

Bevor es wieder Richtung Michigan ging gab es noch einen Kurzbesuch im Hard Rock Cafe Niagara Falls, wo sich Schlotti wieder ein T-Shirt gekauft hat. Nur eine wirklich nette Abendessenspause in Woodsstock, Ontario mit sehr gutem Essen bei Montana's (hoffe das ist richtig) unterbrach die rund 435 km nach Hause. Lustig dabei: das mithören am Radio des Football PlayOff-Spiels zwischen den Green Bay Packers und den New York Giants. Und das ganze auf Mittelwelle! *g* Leider haben die Packers in der Overtime verloren - nochmal Glückwunsch an Dich Steffi. ;-)


Jaja, soviel rumlaufen und Sachen anschauen macht schon müde. Aber bis auf diese kurze Schlafpause der beiden wurde ich immer gut unterhalten :-D


Mein kleines Fazit:
es war ein sehr gutes, sehr schönes Wochenende in Kanda. Toronto ist eine schöne Stadt, in der wir hätten noch so viel mehr sehen können. Ich denke das war nicht meine letzter Besuch dort. Das ich zu den Niagara Fällen nochmal will, habe ich ja bereits geschrieben. Die Kanadier sind eigentlich wie erwartet alle recht nett und super freundlich und es laufen so viele Menschen mit Eishockeylogos auf den Klamotten rum - herrlich *g*
Wenn es nach mir geht, dann können wir in gleicher Mindestbesetzung die nächste Fahrt nach Chicago im Februar planen!!!




Bis zum nächsten Mal!

Schönen Gruß,
Stefan

Endlich erster "richtiger" Eintrag

So Leute,

nun bin ich schon eine ganze Weile hier in Michigan und hab es noch nicht geschafft hier in den Blog was reinzuschreiben. Das soll sich nun aber in regelmäßigen Abständen ändern - hoffe ich zumindest. *grins*

Aber warum hat das nun so lange gedauert? Nunja, das hat wohl mehrere Gründe. Zum einen habe ich nicht immer dran gedacht und zum anderen war ich die ersten Tage hier in Michigan immer sehr müde. Ich muss doch gestehen, dass es sehr anstrengend für mich war den ganzen Tag auf Englisch zu denken und zu reden. Dazu kommt noch, dass ja in einer technischen Abteilung arbeite und ich im technischen Englisch echt schwach auf der Brust bin. Aber auch dafür wollte ich ja unbedingt in ein englischsprachiges Ausland und inzwischen bin ich nach der Arbeit auch noch zu was zu gebrauchen, sprich ich habe mich so langsam dran gewöhnt. ;-)

und Wenn ich nun gerade bei der Arbeit bin, dann kann ich gleich mal erzählen was ich da überhaupt so treibe: also wie schon erwähnt mache ich was Technisches. Im Prinzip habe ich ich zwei Gebiete auf denen ich versuche zu unterstützen. Das erste Projekt (mit Zeitdruck, denn Ende Januar muss es vorzeigbar sein) befasst sich mit einem Ami-Truck. In dem helfe ich dabei verschiedene Sensoren wie eine Kamera, Radar und Lidar einzubauen. Wenn das alles passiert ist folgt die Kalibrierung (also einstellen) der Sensoren und dann kommen hoffentlich bald ausgiebige Testfahrten. Das ganze wird gemacht um erstmal folgende Systeme zum laufen zu bringen: BSD und LDW. BSD steht dabei für Blind Spot Detection und LDW für Lane Departure Warning. Die BSD erkennt Fahrzeuge im toten Winkel und zeigt diese über eine kleine gelbe Leuchte an. Versucht man dennoch die Fahrspur zu wechseln, z.B. weil man überholen will, so gibt es mehrere Möglichkeiten wie man gewarnt werden kann. Zum einen ist ein Warnton über Lautsprecher möglich, oder das Lenkrad oder der Sitz fängt zu vibrieren an. Die letzte Möglichkeit ist eine weitere Anzeige, die dann entweder rot aufleuchtet oder bei entsprechender Ausstattung des Fahrzeuges wird die Warnung auf die Windschutzscheibe projiziert (Head-Up-Display). Die Sachen können alleine verwendet werden oder je nach Kundenwunsch nach belieben kombiniert werden. Die LDW erkennt ungewolltes Verlassen der Fahrspur ab einer bestimmten Geschwindigkeit, also wenn man zum Beispiel im Sekundenschlaf unabsichtlich die Fahrbahn verlässt. Dann gibt es wieder eine Warnung als Warnton oder Vibration. Das zweite Projekt ist eigentlich sehr ähnlich, nur das alles in einen nagelneuen VW Passat eingebaut wird. Ende Januar möchte Volvo den an uns ausgeliehenen Truck wieder zurück haben und unser System testen können. Da zunächst ein späterer Termin dafür vorgesehen war, sind wir dabei das alles so schnell und so gut wie möglich über die Bühne zu bringen. Aber wer ist denn nun eigentlich wir? Nun gut es gibt ganze drei Leute dafür: Frank, Emanuel und mich. Frank und Emanuel sind auch meine beiden Betreuer vor Ort und sind wirklich beide sehr nett und besonders Frank ist auch noch lustig. Also ich habe wirklich Spaß auf der Arbeit und fühle mich gut gefordert und sehr gut dort aufgehoben.
Morgen nehme ich mal die Kamera mit zur Arbeit und mache ein paar Bilder. Zum Beispiel von meinem Schreibtisch auf dem es vor Kabel nur so wimmelt, vom Truck und dem Passat.

Heute ist hier in den USA ein Feiertag - der Martin Luther King Jr. Day. Das habe ich zusammen mit Charlotte und Steffi genutzt und so haben wir den letzten Freitag auch frei genommen und sind nach Kanada aufgebrochen. Einen kleinen Bericht werde ich nun gleich dazu schreiben und hier online stellen.
Von meiner kleinen Reise vor meiner Arbeit mit Svenja durch California, Nevada und Arizona werde ich auch noch berichten, aber das mache ich dann immer zwischendurch mal und Abschnittsweise.

und Bleibt noch schnell zu erwähnen, dass ich hier in Troy auch ganz gut untergekommen bin. ChrisVirgina (meine Vermieter) sind ebenfalls sehr nett und es fehlt eigentlich an nichts. Wenn ich was brauchen sollte, da kann ich es sie wissen lassen - also alles perfekt. Die Bilder zeigen mein kleines aber feines Zimmer. Die Möbel sind nagelneu und ich bin die erste Person, die zum Beispiel in dem Bett schläft. *g*

Also dann mach ich hier mal Schluss und schreib den Bericht von diesem Wochenende. :-D