Der Hell-Driver des Trips war mal wieder ich, da die Mädels ihr Auto freundlicherweise Svenja überlassen haben, damit die zur Arbeit kommen kann. Das fahren in den USA ist ja recht einfach: große, breite Straßen und meist auf den Freeways, Highways oder Interstates (oder was es noch so alles gibt) nur 70 Miles Per Hour (ca. 112 km/h) erlaubt. Also alles sehr entspannend. Als wir die Grenze nach Kanada über die Brücke von Detroit nach Windsor, Ontario passiert haben, sind wir erstmal nicht über den Highway gefahren sondern über eine Landstraße, die an dem Lake Erie entlang führt. Auf den Bildern könnt ihr sehen, wie die beiden Mädels vor dem See rumposen *grins* oder wie ich mir nach einer kleinen Kletterpartie einen schönen Ausblick auf dem See verschafft habe (leider etwas schlecht geworden, da man gegen die Sonne knipsen mußte).
Als wir dann Richtung Highway abgebogen sind war ich erstmal negativ überrascht. In Kanada ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit ja noch geringer als in den USA. Gerade mal 100 km/h sind dort erlaubt und das obwohl die Straßen meiner Meinung einen besseren Zustand haben. Wenigstens haben die Kanadier das gewohnte System mit Metern statt Feet, °C statt °F oder km/h statt mph. Nachdem wir fast eine Stunde auf einem Rasthof verbracht haben, Nahrungsaufnahme, Toilette, Sonnenbrillenkauf der Girls und längere Umtauschaktion einer Brille, ging es insgesamt recht schnell bis nach Toronto (440 km). Das Hotel hatten wir am Morgen noch schnell per Internet gebucht und dank zweier Karten auch schnell gefunden. Mitten in Downtown, 3.5 Sterne und sehr nah an der Yonge Street, an der sehr großen Straße auf der sich viele Geschäfte und Cafés tummeln und das Leben dort pulsiert. :-)
Den Freitag Nachmittag und Abend haben wir dann erstmal genutzt um ein wenig shoppen zu gehen. Am besten hat sich dabei Schlotti geschlagen, die Steffi und mich an Lust auf shoppen einfach übertroffen hat. *grins*
Am Samstag stand dann Seight Seeing an. Zunächst feines Frühstück im "Eggspectation" auf der Yonge Street (nur zu empfehlen) und dann als erstes "Pflichtprogramm" stand die Hockey Hall Of Fame an. Dort sind viele Sachen zur NHL und internationalen Eishockey ausgestellt. Naja machen wir es kurz: für Steffi und Schlotte war es wohl ganz okay, aber für mich als Eishockeyfreak war es schon toll die ganzen Sachen zu sehen. Absolutes Highlight
Wayne Gretzky, der beste Spieler aller Zeiten (zumindest hält er die
Anfassen bringt Unglück!!! [Ach ja: Bilder anklicken um sie etwas zu vergrößern ;-) Nur so als Tipp zwischendurch]
Da ich zwar länger hätte bleiben können, ich aber auch noch was vom Rest Toronto's sehen wollte ging es nach der Hockey Hall Of Fame an der Hafen. Doch schon nach ein paar schönen Ausblicken und Schnappschüssen suchten wir schnell die Wärme in einem kleinen Zentrum für Kunst & Handwerk (oder sowas ähnliches). Es war einfach viel zu kalt bei -10°C und starken Wind, der die gefühlte Temperatur laut Radio nochmal auf -24°C runter schraubte. Als wir uns wieder raus getraut haben führte uns der Weg zum CN Tower auf den wir leider nicht raufgefahren sind. Einmal aus leichter Höhenangst einer Person und anderseits war es schon recht teuer.
Der CN Tower ist mit 553,34 Metern das zweithöchste freistehende Bauwerk der Welt
25 $ für nur einmal Aufzug fahren und durch einen Glasboden schauen, da wird der gemeine Tourist eben mal wieder abgezockt. Da ich nicht alleine rauf wollte und die Sicht durch einen Glasboden erst vor kurzem im Grand Canyon auf dem Skywalk hatte, sind wir weiter nach Chinatown gewandert.
Dort war ich erstmal für 7 $ beim Friseur. Wohl das erste Mal wieder seit Jahren, aber es war dann doch nötig *grins* Weiter durch Chinatown: Geschäfte anschauen und Essen gehen. Nach dem Kauf von Postkarten und T-Shirts ging es dann zum Air Canda Center. Dort sah ich das 2. NHL Spiel in meinem Leben. Schon beim shoppen am Vortag hatte ich mehrere Leute gefragt, wie man denn am besten Karten für das Spiel morgen bekommt. Alle Antworten gingen in die gleiche Richtung: schwer bis unmöglich oder sehr teuer. Ich bekam den Tipp schon ganz früh morgens am Ticketschalter zu sein und zu hoffen, dass die dort noch irgendwelche Karten aus Reservierungen zurück bekommen. So stand ich um kurz nach 9 Uhr am Ticketschalter, der um halb zehn aufmacht, und die Mädels telefonierten im Hotel via Internet nach Deutschland. Am Ende konnte ich noch eine Karte für mich selbst kaufen, da Steffi und Charlotte nicht unbedingt zum Spiel mußten. Aber ich wollte sie mitnehmen, also ging ich nach dem Kartenkauf zum zweiten Tipp ---> dem Schwarzmarkt. Nach langer und zäher Verhandlung konnte ich noch zwei weitere Karten "besorgen". Originalpreis lag bei 45 $ und am Ende habe ich 60 $ dafür bezahlt. Das war dann echt okay, denn normalerweise verkauft der Typ diese Karten für über 100 Öcken! Naja ich habe eben "rumgeweint", dass die Mädels ihr erstes NHL Spiel sehen wollen, aber als arme Studenten aus Germany man eben auch keine Reichtümer dafür ausgeben kann. Am Ende bekam ich dann als "his first seller of the day" den Nachlass. *freu*
Das Spiel zwischen den Toronto Maple Leafs und den Buffalo Sabers war dann ganz ordentlich. Nicht überragend aber auch nie besonders schlecht. Während dem Spiel konnte ich mich auch immer wieder mal mit einem sehr netten Kanadier, der vor über 40 Jahren aus Schottland eingewandert war, unterhalten. Der Endstand war übrigens 4:2 für Toronto. Einziges Manko: das "Programm" neben dem Spiel fand ich in Los Angeles wesentlich besser, da dort einfach mehr geboten wurde (dazu dann mal mehr bei meinem California-Bericht).
Nach dem Spiel haben wir den Abend gemütlich bei Smoothie, Bier und Cocktail im Hard Rock Cafe Toronto ausklingen lassen.
Inzwischen war Sonntag morgen und nach dem Auschecken aus dem Hotel ging es, mit einem Miniabstecher nach Chinatown, direkt zu den Niagara Fällen. Eine gute Stunde für die 130 km haben wir gebraucht. Morgens haben wir uns extra warm angezogen, wobei Schlotte mit x-Lagen sich als "menschliche Zwiebel" verpackte (wenn ich mich richtig erinnere waren es 2 bis 3 kurze Shirts, 2 Longsleves, 2 Pullis, 1 Jacke und dazu noch Handschuhe, Schal und Mütze --> diese Angaben sind aber ohne Pistole *grins* Wenn es falsch ist, dann ist es zumindest nicht weit von der Wahrheit entfernt). Dort angekommen, waren wir aber sehr froh über unsere "warme" Verpackung. Der heftige kalte Wind und -12°C haben uns dann doch ganz schön frieren lassen. Ging der Wind mal nicht war alles in bester Ordnung, aber wehe es kam auch nur ein laues Lüftchen *g* Naja, wir haben es überlebt und wurden wirklich mit einem sensationellen Blick verwöhnt. Leider kommt das ganze auf den Bildern nicht so ganz raus, denn sowas muss man einfach mit den eigenen Augen sehen --> also ich kann es nur empfehlen.
Beeindruckend fand ich auch, dass wenn der Wind die Gischt zu uns rüber geweht hat, es mehr oder weniger kleine Eisstückchen auf uns runter geregnet hat. Also es war schon verdammt kalt dort! Aber ich habe mir auch vorgenommen in meinem Leben dort nochmal im Sommer hinzufahren, auch damit ich mal mit dem berühmten Boot "Maid of the Mist" an die Fälle heranfahren kann (im Winter macht das logischerweise kein vernünftiger Mensch und somit gab es die Chance dazu gar nicht erst).
Bevor es wieder Richtung Michigan ging gab es noch einen Kurzbesuch im Hard Rock Cafe Niagara Falls, wo sich Schlotti wieder ein T-Shirt gekauft hat. Nur eine wirklich nette Abendessenspause in Woodsstock, Ontario mit sehr gutem Essen bei Montana's (hoffe das ist richtig) unterbrach die rund 435 km nach Hause. Lustig dabei: das mithören am Radio des Football PlayOff-Spiels zwischen den Green Bay Packers und den New York Giants. Und das ganze auf Mittelwelle! *g* Leider haben die Packers in der Overtime verloren - nochmal Glückwunsch an Dich Steffi. ;-)
Jaja, soviel rumlaufen und Sachen anschauen macht schon müde. Aber bis auf diese kurze Schlafpause der beiden wurde ich immer gut unterhalten :-D
Mein kleines Fazit:
es war ein sehr gutes, sehr schönes Wochenende in Kanda. Toronto ist eine schöne Stadt, in der wir hätten noch so viel mehr sehen können. Ich denke das war nicht meine letzter Besuch dort. Das ich zu den Niagara Fällen nochmal will, habe ich ja bereits geschrieben. Die Kanadier sind eigentlich wie erwartet alle recht nett und super freundlich und es laufen so viele Menschen mit Eishockeylogos auf den Klamotten rum - herrlich *g*
Wenn es nach mir geht, dann können wir in gleicher Mindestbesetzung die nächste Fahrt nach Chicago im Februar planen!!!
Bis zum nächsten Mal!
Schönen Gruß,
Stefan
es war ein sehr gutes, sehr schönes Wochenende in Kanda. Toronto ist eine schöne Stadt, in der wir hätten noch so viel mehr sehen können. Ich denke das war nicht meine letzter Besuch dort. Das ich zu den Niagara Fällen nochmal will, habe ich ja bereits geschrieben. Die Kanadier sind eigentlich wie erwartet alle recht nett und super freundlich und es laufen so viele Menschen mit Eishockeylogos auf den Klamotten rum - herrlich *g*
Wenn es nach mir geht, dann können wir in gleicher Mindestbesetzung die nächste Fahrt nach Chicago im Februar planen!!!
Bis zum nächsten Mal!
Schönen Gruß,
Stefan